Bodenplatte Kosten

Bodenplatte Kosten

Bodenplatte Kosten

Die Kosten einer Bodenplatte

 

Zahlreiche Faktoren sind für den Preis Ihrer Bodenplatte verantwortlich. Angefangen von der Art des Hauses, die darauf kommt ( von Holzhaus bis Massivhaus) über Schnee- und Windlasten bis hin zu Erdbebenzonen und den Bodenverhältnissen. Daher ist eine pauschale Antwort nicht möglich. Die nachfolgenden Schätzwerte dienen als erster Anhaltspunkt, diese lassen sich aber nicht auf jedes Bauprojekt übertragen.

 

 

Geschätzte durchschnittliche Kosten

 

  • Fundamentplatte (20 cm dick): ca. 80-120 € pro Quadratmeter
  • Thermoplattenboden mit Fußbodenheizung: ca. 140-170 € pro Quadratmeter

 

Für ein Massivhaus oder ein Fertighaus ohne Keller, dessen Grundfläche 100 qm beträgt, kostet das Fundament geschätzt rund 10.000 € bis 15.000 € – zuzüglich der Herrichtungsarbeiten. Also die Arbeiten, die nötig sind, um eine Bodenplatte überhaupt bauen zu können. Bei einer Thermoplatte inklusive Fußbodenheizung liegen die geschätzten Kosten bei 13.500-15.000 €.

 

Bei einer einfachen Bodenplatte kommen ein Heizestrich (ist schon im Hausgrundpreis inklusive, wenn Ihr Massiv- oder Fertighausanbieter Ihnen Ihr Haus schlüsselfertig anbietet) und eine Wärmedämmung hinzu, bei einer Thermobodenplatte fallen diese Kosten weg – bzw. die zusätzlichen Bodenplattenkosten dafür wurden schon miteingerechnet.

 

Eine Unterkellerung desselben Hauses würde ungefähr 30.000 € kosten, jedoch ohne Fußbodenheizung. Besonders wichtig ist es dementsprechend, nicht nur die Kosten für den Keller den Bodenplatten gegenüberzustellen. Am besten man rechnet die Kosten für die zwei Bauvarianten bis zum Schluss durch, um einen guten Preisvergleich zu erhalten.

 

Aber Achtung: Viele Hausverkäufer versuchen gerne, die Bodenplatte preislich besser aussehen zu lassen. Denn mit einem Fertigkeller könnte das Projekt insgesamt zu teuer für Sie werden. Dem ist aber nicht immer so, den Kellerersatzräume im Erdgeschoss kosten Sie nämlich mindestens 2000 Euro pro Quadratmeter. Hier sollten Sie selbst genau rechnen – den die Hausverkäufer denken nur an Ihre Provision, nicht an Ihre tatsächlichen Bedürfnisse.

 

 

Die Vorteile der Bodenplatte

 

Fertig- oder Massivhäuser ohne Keller und nur mit Fundamentplatten zu errichten, bietet viele Vorteile. Ein wesentlicher Punkt ist die Kostenersparnis, denn selbst wenn man die teuren Thermoplatten mit integrierter Fußbodenheizung verwendet, ist man um einiges günstiger dran als mit dem Bau eines Kellers. Bei hohem Grundwasserspiegel ist die Bodenplatte einem Keller deutlich vorzuziehen. Andernfalls würde das Grundwasser gegen die Wände des Kellers drücken, sodass beim Bau des Kellers eine weiße Wanne notwendig wäre. Diese Variante ist teurer, als ein herkömmlicher Keller.

 

Bei Hochwasser passiert es ziemlich leicht, dass die Keller volllaufen. Ein Massiv- oder Fertighaus ohne Keller mit guter Dämmung hat nicht so oft mit Nässe und Schimmel zu kämpfen.

 

Die Betonplatte bietet weiter den Vorteil, dass das Gewicht des Gebäudes besonders gleichmäßig auf den Untergrund verteilt wird, so kommt es nicht so oft zu Rissbildungen im Gebäude.

 

Die in Thermobodenplatten integrierte Fußbodenheizung sorgt für Wärme und ein zusätzlicher Heizestrich ist nicht notwendig. Zudem entfällt ein Ein- bzw. Ausschalen der Bodenplatte, dadurch bleiben die Kosten im erschwinglichen Rahmen, auch wenn es für Thermobodenplatten nicht so sehr zutrifft wie für normale Bodenplatten.

 

 

Vorteile der Bodenplatte/Fundamentplatte

 

  • Simpler Aushub und geradlinige Baugrubensohle
  • Ebene Arbeitsfläche für den Bau der Wände
  • Kein Eintritt von Feuchtigkeit aufgrund des Grundwassers
  • Kein Problem mit Schimmel
  • Günstiger als die Unterkellerung
  • Das Gewicht des Gebäudes wird gleichmäßig verteilt
  • Eigenbewegungen des Bodens werden verhindert
  • Bei der Thermobodenplatte ist kein Heizestrich notwendig
  • Entfall des Ein- und Ausschalen bei Thermobodenplatten

Nachteile einer Bodenplatte

Wo es Vorteile gibt, gibt es selbstverständlich auch Nachteile, beim Bau eines Hauses ohne Keller mit einfacher Bodenplatte. Der wesentlichste Nachteil ist, dass eine bessere Qualität des Bodens von Nöten ist, sollte man sich für eine Fundamentplatte entscheiden. Darüber hinaus ist die Dämmung der Fundamentbetonplatte oft etwas kostspieliger als die Dämmung des Kellers. Obendrein bietet der Fertigkeller viel Stauraum im Haus, ein Eigenheim hingegen muss ohne Keller deutlich größer gebaut werden, um dieselbe Nutzfläche zu erzielen. Das lässt die Kosten für den Bau eines Haus mit Bodenplatte schnell in die Höhe treiben.

 

Als letztes sei angemerkt, dass ein Keller / Fertigkeller den Wert eines Hauses deutlich steigert. Ein Haus, welches nur mit Bodenplatten ausgestattet ist, erzielt meistens einen schlechteren Preis als ein vergleichbares Haus mit Keller.

 

Nachteile der Bodenplatte/Fundamentplatte

 

  • Betonqualität muss besser sein
  • Wärmedämmung der Bodenplatte kostenintensiver als die Kellerdämmung
  • Haus muss größer werden um mehr Stauraum zu erhalten
  • Häuser ohne Keller erzielen einen niedrigeren Marktwert

Fazit zu Bodenplatten

Ein Haus ausschließlich mit Fundamentbetonplatten anstelle eines Kellers zu errichten, bietet diverse Vorteile, allerdings auch einige Nachteile, die berücksichtigt werden müssen.

 

Wer also sein Geld sparen möchte, sollte darüber nachdenken ein Haus mit Bodenplatte zu bauen. Die Kostenersparnis ist hierbei am größten, wenn man eine einfache Fundamentplatte und keine Thermobodenplatte samt integrierter Fußbodenheizung verwendet. Allerdings muss man auf die Wärmedämmung der Bodenplatte achten, da sonst der Wärmeverlust zu groß wäre. Dadurch würden die Heizkosten steigen und die ersparten Kosten werden aufgrund der höheren Heizkosten schnell wieder verbraucht.

 

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass ein Keller viel Stauraum bietet und, dass ein Gebäude nur mit Fundamentbetonplatten möglicherweise größer geplant werden muss, um ebenfalls genug Abstellfläche zu bieten. Dadurch werden die Baukosten ebenfalls in die Höhe getrieben und es bleibt die Frage, ob man am Ende wirklich mit einer Betonplatte Geld sparen kann.

 

Um die beste Möglichkeit zu finden, lässt man sich am besten von einer Baufirma beide Varianten durchkalkulieren, bevor man eine Entscheidung trifft. Sollte allerdings der Grundwasserspiegel auf dem Grundstück sehr hoch sein, so ist ein Haus nur mit Fundamentbetonplatten ratsam. Denn bei einem hohen Grundwasserspiegel wird der Keller leicht überflutet und es bildet sich Schimmel. Wenn man den Grundwasserspiegel nicht kennt, muss unbedingt im Vorhinein ein Gutachten erstellt werden, bevor man zu einer endgültigen Entscheidung kommt.

 

Man kann natürlich auch auf Nummer sicher gehen und eine weiße Wanne bauen. Aber viele Bauherren können oder wollen sich die beste und teuerste Variante nicht gönnen, da das Baubudget grundsätzlich limitiert ist.

 

Alles in allem ist also der Einzelfall zu entscheiden und anhand dessen sollte eine Entscheidung für einen Fertigkeller oder Bodenplatte getroffen werden. Wir bieten Ihnen gerne beide Varianten an – jeweils mit Bestpreisversprechen.